Histrory Kohlrütti-Chlöpfer-Horre e.V.



Am Rosenmontag 1992 fassten eine Hand voll nicht mehr ganz nüchterne Gesellen den Entschluss, in Horheim wieder eine Guggenmusik ins Leben zu rufen. Der Plan fand sofort großen Anklang und es waren sehr schnell viele Interessenten gefunden. Von diesen anfänglich ca. 40 Personen blieben gerade mal 15 Guggenmusik-Verrückte übrig, die sich aber nicht entmutigen ließen und das Vorhaben in die Tat umsetzten.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer und so dauerte es fast 2 Jahre, bis ein Musikprogramm einstudiert war, ein Kostüm hergestellt wurde und vor allem ein Name für die neu gegründete Formation gefunden wurde. Der Grundstein für die Guggenmusik
„Kohlrütti-Chlöpfer-Horre e.V.“ war also gelegt.



Die erste Fasnachts-Saison wurde recht erfolgreich abgeschlossen, so dass wir in der näheren Umgebung sehr schnell bekannt wurden. Dies hatte zur Folge, dass die Mitgliederzahl bis auf ca. 40 Aktivmitglieder zunahm und wir auch überregional bekannt wurden. Hierbei sind mit Sicherheit die Auftritte in der benachbarten Schweiz, in Frankreich und die zwei Teilnahmen am Rosenmontagsumzug in Mainz hervorzuheben. Dabei entstanden neue Freundschaften und Kontakte zu anderen Guggenmusiken und Narrenvereinen, die auch außerhalb der närrischen Zeit gepflegt und gefestigt werden sollten.

Aus diesem Grund beschlossen die Mitglieder der „Kohlrüttis“ ein alljährliches Sommerfest durchzuführen, um neben der Brauchtums- und Kontaktpflege auch etwas für die Vereinskasse zu tun.

Nach der Fasnachts-Saison 1997 gab es einen radikalen Schnitt. Nach internen Problemen und Streitereien verließen knapp die Hälfte der Mitglieder den Verein. Dies war der Tiefpunkt der „Kohlrütti-Chlöpfer-Horre e.V.“. Der noch übrig gebliebene Rest der Guggenmusik ließen sich dadurch nicht großartig aus der Ruhe bringen und machten getreu dem Motto „Jetzt erst Recht!!!“ weiter. Eine neu formierten Vorstandschaft übernahm das Vereinsruder und steuerte unaufhaltsam der nächsten Fasnachtssaison entgegen. Durch die Herstellung eines neuen Kostüms, dem gigantischen Einsatz der Mitglieder, der Integration von Neuzugängen und einem abwechslungsreichen und modernen Musikprogramm wurde die Saison 1998 dank dem neuen Gemeinschaftsgefühl zu einem unvergessenen Ereignis. Der Auftritt und eine zugehörige Show mit Fackeln und Feuerwerk am Trödlermarkt in Horheim rundeten die gelungene Saison ab.

Anlässlich des 5-jährigen Bestehen der Guggenmusik „Kohlrüttis-Chlöpfer-Horre e.V.“ stellten die Vereinsmitglieder im November 1999 ein Guggi-Treffen in der Horheimer Halle auf die Beine. Das Event wurde dank der Gastguggen, der fastnächtlich dekorierten Halle und der zahlreichen Gäste ein voller Erfolg.Nach einer harten Vorbereitung für die Milleniumsfastnachtssaison ging es dann gleich nach 3-König mit den Auftritten los, die sich bis März wie ein roter Faden durch den Kalender zogen. Die Auftritte in Hinterzarten und in Markdorf am Bodensee gehörten dabei zu den Highlights der Fastnacht. Um die Kontakte und Bekanntschaften auch außerhalb der Fastnacht zu pflegen und auch mal ohne Kostüm einen trinken zu können, nahmen die Kohlrüttis u.a. am Beachvolleyball-Turnier der Bügärumpler und am närrischen Fußballturnier der Rebfüdle teil.

Die Fastnachtssaison ´01 wurde dank einer intensiven und gut organisierten Probephase erfolgreich gestaltet. Mit der Teilnahme am internationalen Guggi-Wettbewerb in Rheinfelden erreichte die Saison ihren Höhepunkt. Nach der Fasnacht beschlossen die Kohlrüttis sich für die nächste Saison ein neues Outfit zu zulegen. In Eigenarbeit wurde ein neues, sehr aufwendiges und sehr kostspieliges Kostüm hergestellt. Das außerfastnachtliches Highlight war der Gewinn des närrischen Grümpelturniers bei den Rebfüdle und die erstmalige Teilnahme an den Highland-Games bei den Kohlwald-Wildhexen.

Der Auftakt zur Fastnacht ´02 machte die Vorstellung des „Ritterkostüms“. Ein neues Kostüm musste natürlich gefeiert und mit einer imposanten Party getauft und vorgestellt werden. Mit dem neuen Kostüm schlugen die „Kohlrütti-Ritter“ unzählige närrische Schlachten, so dass die Fastnacht erfolgreich verbracht wurde. Der Auftritt und eine zugehörige Show mit Fackeln und Feuerwerk am Trödlermarkt in Horheim rundeten die gelungene Saison ab. In der Generalversammlung ´02 beschlossen die Mitglieder der Kohlrütti-Chlöpfer, dass man sich um die Räumlichkeiten im Untergeschoss des Kindergarten Horheim bemüht und diese zu einem Vereinsheim umgestaltet. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Gemeindeverwaltung eingebracht. Durch den Gewinn der Highland-Games bei den Kohlwald-Wildhexen wurden auch in der nicht närrischen Zeit Erfolge mit dem Verein erzielt.

Die Fastnachtssaison ´03 wurde dank einer intensiven und gut organisierten Probephase erfolgreich gestaltet. Das modere und fetzige Programm kam beim Publikum sehr gut an, was natürlich der Lohn für die harte Arbeit im vergangenen Jahr war. Das Wochenende in Neustadt und das Guggitreffen in Hinterzarten gehörten dabei zu den Highlights der Fastnacht. Die Gemeindeverwaltung stimmte im Mai ´03 dem Antrag für den Bau der Vereinsräume der Kohlrüttis zu und im Juni ´03 wurde mit den Umbauarbeiten für die Vereinsräume begonnen. Im Januar ´04 wurden die Arbeiten mit einer offiziellen Einweihungsfeier angeschlossen. Das Highlight im Sommer ´03 war der erneute Gewinn der Highland-Games bei den Kohlwald-Wildhexen. Außerdem beteiligten sich die Kohlrüttis an der 700-Jahr-Feier von Horheim. Gemeinsam mit dem Bauwagen Horheim bewirtschafteten die Kohlrüttis ein Festzelt, das mittelalterlich dekoriert war. Handwerker, Gaukler und Live-Musik rundeten das Spektakel ab.

Die Fastnachtssaison ´04 war geprägt von Auftritten außerhalb des Landkreises, um neue Bekanntschaften und Kontakte zu knüpfen. Die Wochenenden in Hochdorf an der Enz und in Haslach im Kinzigtal gehörten dabei zu den Highlights der Fastnacht. In der Generalversammlung ´04 beschlossen die Kohlrüttis sich für die nächste Saison ein neues Outfit zu zulegen und dies beim 11-jährigen Jubiläum am 14.01. und 15.01.05 der Öffentlichkeit zu präsentieren. In Eigenarbeit wurde ein neues und sehr aufwendiges Kostüm hergestellt. Da das Fussball-Gaudi-Turnier in Erzingen nicht mehr stattfindet, wurde kurzerhand beschlossen ein eigenes Turnier in Horheim auf dem Bolzplatz zu organisieren. Befreundete Vereine aus der Großgemeinde Wutöschingen und natürlich zahlreiche Guggenmusiken kamen und machten die Veranstaltung bei herrlichem Sommerwetter zu einem kleinen Highlight. Im Herbst begann man dann wieder einmal mit dem Kostümbau. Die Rüttis hatten Zuwachs bekommen und jetzt gilt es den Neuen ein Kostüm zu bauen. Und das ist noch nicht alles. Um bei Umzügen nicht immer soviel laufen zu müssen, bauen ein paar unermüdliche (manche sagen verrückte) Rüttis einen Umzugswagen, auf dem die ganze Guggen während der Umzüge Platz findet. Dazu wird ein ausrangierter Kühlanhänger umgebaut und mit einer Bühne versehen. Dieser Wagen wird seine Feuertaufe am Kleggau-Narrentreffen in Lauchringen haben.


Weitere Highlights der Saison 2006 waren mit Sicherheit das 2-tägige Guggi-Treffen am 13./14. Januar 2006 in der Wutachhalle in Horheim. 15 weitere Auftritte standen an, mit dabei wieder einmal Hochdorf an der Enz und Haslach im Kinzigtal.

Im Jahr 2007 hielten wir in der Wutachhalle in Horheim unser 2-tägiges Guggi-Treffen am 19. & 20. Januar ab. Frei nach dem Motto “SWISS POWER NIGHTS” Durfte natürlich keine Kafi-Schnupfbar fehlen, genauso wenig wie die Kantons-Fahnen der Schweizer Guggen. Weitege Highlights waren mit sicherheit das Monsterkonzert mit dem Eggis und Blechis am Narrentreffen in Birkendorf sowie ein erneuter besuch in Hinterzarten

Nach den Riesen “SWISS POWER NIGHTS” 2007 stand 2008 dann eine Fire & Ice-Party mit Partyamigo auf dem Plan, welche leider nicht wie ganz so Spaßig wie gewohnt verlief. Zu den außerfasnachtlichen Highlight zählt sicher auch das beweisen unserer handwerklichen Fähigkeiten und bauten ein Carport (2x) auf. Durch eine Aktion von Warsteiner wurde im Sommer dann auch einige Stehtische ertrunken, die nun im Probelokal ihren Dienst verrichten. Noch vor dem Probewochenende in Menzenschwand ging es '08 an die Kostümvorstellung der Hölle-Düüfel Degernau.

Ab 2009 ging es dann mit den Mitgliedern steil Bergauf. Dieses Jahr sollten 9 weitere hinzukommen, zu denen in den nächsten Jahren einige folgen sollten. Da '09 unser Vereinsheim 5 Jähriges erlebt, wurde dies gebührend mit einem Tag der offenen Tür mit anschließendem Dorfhock gefeiert. Der MV Horheim sowie das Eröffnungsspiel der EM lockten einige Besucher an die dann unter anderem die Vereinskasse für unser neues Kostüm aufbessern sollten. Der Bau eben dieser Kostüme war wohl wieder der größte Event ausßerhalb der Fasnachtszeit. An unserem diesjährigen Guggi-Treffen unter dem Motto 'Rütti-Nights' wurde dann der 'Wolfsjäger' in der entsprechen geschmückten Halle Horheim vorgestellt.

Die Saison 2010 startete dann gleich mit 12 neuen Mitgliedern. Noch vor der Fasnacht wurde versucht, durch die Teilnahme an einem Chillimaultaschen-Wettbewerb die Vereinskasse Aufzubessern. Dies klappte zwar nicht wirklich, aber wir hatten 40kg Maultaschen. Dafür war der Dorfhoch zusammen mit der Feuerwehr ein Riesen Erfolg. 2010 wurde, zusätzlich zum Guggenmusik Treffen, Bereits im Dezember eine „Rock'n'Rütti“ Party mit der Liveband „Deja Vu“ organisiert. Das Guggi-Treffen wurde dieses Jahr einjährig mit Guggen aus nah und Fern durchgeführt.



In der Fasnachtssaison 2010/2011 wurde ausschließlich in der Region gefeiert und so besuchten wir unter anderem Bonndorf, Unteralpfen und Erzingen. Das alljährliche Guggi-Treffen wurde 2011 zusammen mit den Hölle-Düüfel Degernau durchgeführt, da diese ein neues Kostüm vorstellen. Unter dem Motto 'nimm2' wurde in der Halle mit angebautem Zelt gefeiert.